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05 Januar


02.01.2005   Kamerabesprechung mit Ute Freund. Wir schauen uns Ausschnitte aus Filmen an und testen das Licht der Lampe, die in 14 Tagen in Johanna Perls Wohnzimmer hängen soll. Endlich geht es wieder weiter!

   
03.01.2005   Heute der große Umzug des Büros. Unser Telefon und Fax gehen noch immer nicht. Aber alle Geräte sind angeschlossen zu einem schier unentwirrbaren Kabelchaos. Hoffentlich ist die Telekom so fit wie wir und schafft es bis morgen früh.
Das leegeräumte alte Büro.

Plauderstündchen nach getaner Arbeit.

Die Drehpläne für beide Filme hängen im neuen Büro. Kaum ist alles fertig, besucht uns unser Hauptdarsteller Johannes Herrschmann. "Der kommt immer dann, wenn was passiert", sagt Claudia Dufke. Es ist noch ziemlich kalt im neuen Büro, denn dort haben wir Ofenheizung.
Eine kuschelige Leseecke für Hannelore Elsner.
04.01.2005    Seit heute mittag funktioniert endlich wieder die gesamte Telekommunikation im neuen Büro: Telefon, Fax und Internet.
Elisabetta Pilia kommt heute wieder dazu und untersucht ein Brikett. Sie riecht auch daran, denn sie hat noch nie im Leben eines gesehen.

Im alten Büro macht die Arbeit rapide Fortschritte. Das muss sie auch, denn in 10 Tagen werden wir in diesem Raum mit den Dreharbeiten anfangen. Auf dem roten Sessel im Hintergrund liest Hannelore Elsner die Kontaktanzeige, die ihr Leben radikal verändern wird.
06.01.2005    Mich erreichte gestern eine weitere Kritik zu "FRAU FÄHRT, MANN SCHLÄFT"::
"Die Kamera steht hinter einem offenen Grab. Thomas war 18, als er an einer Hirnblutung starb. Jetzt wird er beerdigt. Die drei Geschwister und Anton, der Vater, blicken versteinert. Nur Sue, die Mutter, wird immer unruhiger. Und als sie in einem hysterischen Anfall ihr Leid herausschreit, erwacht auch die Kamera aus der völligen Reglosigkeit, in der sie bis zu diesem Moment des Films verharrt ist. Schnell gleitet sie neben Anton her, der seine Frau fort trägt. Dann bleibt sie abrupt wieder stehen und beobachtet, wie das Paar in einer Allee verschwindet.
Erst in der letzten Szene von „Frau fährt, Mann schläft“ bewegt sich die Kamera erneut. Der Tod des Sohnes hat das Leben der Familie einschneidend verändert. Sue und Anton müssen sich ihren Lebenslügen stellen. Als „glücklichste Familie Deutschlands“ sind sie vor kurzem noch in einer Talk Show aufgetreten. Dennoch hat er seit Jahren mit anderen Frauen geschlafen, und sie ist emotional immer mehr verkümmert. Jetzt, an einem italienischen Strand, besiegelt sie mit einer weit ausholenden Geste das Ende ihrer Ehe. Die Kamera schwenkt ihr aus respektvoller Distanz nach, als sie sich von ihrem Mann entfernt. Eine reife Frau bricht auf: ins Ungewisse, in ein neues Leben.
Hannelore Elsner spielt die Sue. Wer diese Schauspielerin bislang nur aus dem Fernsehen kennt, der kann hier eine Überraschung erleben. So zurückgenommen agiert sie sonst nicht, aber auch nicht so ausdrucksstark, so anrührend. Sie trägt den Film und wird zugleich getragen von der Inszenierungskunst Rudolf Thomes: Wie kein zweiter im deutschen Kino versteht er es, das Bedeutsame beiläufig erscheinen zu lassen.
Schon seit 40 Jahren arbeitet Thome als Regisseur. Mit „Rote Sonne“ hat er 1969 eines der wichtigsten Werke des Neuen deutschen Films gedreht. Die meisten seiner Kollegen aus dieser heroischen Zeit sind inzwischen tot oder haben in ihrer künstlerischen Potenz stark nachgelassen. Thome aber gelingen immer noch erstaunliche, beglückende Filme. „Frau fährt, Mann schläft“ ist einer von ihnen. Der Film läuft ab heute im Passauer Scharfrichterkino.
Christoph Haas in "Passauer Neueste Nachrichten"

Und außerdem ein neues Thome-Porträt im ersten "Filmdienst" des Jahres von Ulrich Kriest. Das neue Jahr fängt ja erfreulich an!



Meeting im neuen Büro: wir sprechen nochmal über alles, was bis nächsten Freitag, dem 1. Drehtag, zu tun ist. Ich habe den Eindruck, dass wir schon sehr gut vorbereitet sind.
Die wilde, stolze Susanna Cardelli - unsere Ausstatterin.

Das leere Wohnzimmer von Hannelore Elsner mit einem neuen, fleckenlosen (!) Teppich. 
07.01.2005   Heute Nacht war der 50.000ste Besucher auf meiner Website. Allein im letzten Jahr waren es über 20.000. Vielleicht schaffen wir in diesem Jahr mit den Abenteuern und Drehtagebüchern von zwei Filmen die 100.000.
Für heute war ursprünglich der Drehbeginn von DU HAST GESAGT, DASS DU MICH LIEBST geplant. Wir haben gedreht. Allerdings nur eine Maskenprobe mit Hannelore Elsner (die uns dabei ständig von den "Zucker"-Premieren in Köln und Berlin erzählte und wie voll die Kinos gewesen seien). Warum bin ich nicht auch bei X-Filme! Hallo X-Filme, hört ihr mich??? 
Gestern war Hannelore Elsners Wohnzimmer noch leer, heute ist es voller Technik. Ute Freund (Kamera) und ihr Beleuchter Martin Neuse bereiten alles vor. 

Hannelore Elsner beim Maskentest: nachdenklich. 

Hannelore Elsner beim Maskentest: etwas fröhlicher.

Meine Regieassistentin Claudia Dufke und ich während des dreistündigen Maskentests. 

Hannelore Elsner demonstriert mir wie damals im Circus Krone bei "Stars in der Manege" die schwarzen Panther über ihren Rücken gesprungen sind und versucht uns zu vermitteln in welcher Gefahr sie dabei war. 
09.01.2005   Diese Anzeige, die heute im "Tagesspiegel" erschienen ist, wird das Leben von Johanna Perl in "DU HAST GESAGT, DASS DU MICH LIEBST" verändern.   
11.01.2005   Am Freitag, den 14. 01. 2005 ist der erste Drehtag von "DU HAST GESAGT, DASS DU MICH LIEBST". Am Abend, etwa 2 Stunden nach Drehschluß, gibt es Fotos von jeder Kameraeinstellung, die wir gedreht haben.
Hier zunächst mal ein Testfoto von der heutigen Kostümbesprechung mit Claudia Dufke und Gabriella Ausonio.
Gabriella Ausonio telefoniert gerade mit Hannelore Elsner in Frankfurt und ist deshalb nicht mit auf dem Bild.
12.01.2005   Heute um 17 Uhr Warming-Up im neuen Produktionsbüro: um mich herum sind am Anfang nur Frauen (ich schwöre, mir war das vorher nicht so klar). Ich bin aufgeregt. Aus lauter Nervosität rauche ich eine Zigarette. Danach kommen Gott sei dank noch einige männliche Teammitglieder ins Zimmer. Wir reden über Wong Kar-Wai und Haruki Murakami. Und Hannelore Elsner erzählt noch einmal von Dany Levy und "Zucker". Nach dem Warming-Up fahre ich entspannt und fast ein bißchen glücklich nach Hause, denn morgen beginnt ein neuer Film. 




Nergis Usta (Script und Continuity)

Hannelore Elsner und ihre Film-Tochter Anna De Carlo (sehen sich heute zum ersten Mal. 
14.01.2005   Die Herstellung einer Filmszene. Ein Arbeitsfoto vom ersten Drehtag. 
15.01.2005   Claudia Dufke und ich auf dem Weg zur ersten Einstellung des Tages: wir sind noch frisch und fröhlich.
16.01.2005   Eine angebrannte Spaghetti-Soße und die damit verbundene Rauchentwicklung bringt etwas "action" in die Dreharbeiten und wirkt dadurch erlösend. Morgen abend sehen wir nach vier Drehtagen zum erstenmal Muster.
24.01.2005   Die Filmcrew im in der Nacht gefallenen ersten Schnee des Jahres 2005.

31.01.2005  
Mittagessen im Schwimmbad.

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