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17 Juli



01.07.2017  
Hier ist es Inzwischen sehr kalt geworden. Meine Tochter Joya zeigt ihren Film am nächsten Freitag, dem 7.7.2017 in Niendorf. Meine Vorliebe für die Zahl "sieben" hat sie übernommen.

02.07.2017  
Wenn das Wetter mit ständigem Wechsel von Sonne und Regen so weiter geht, wächst mein Schloss wie bei "Dornröschen" so langsam zu. Bei mir sind es keine Rosen mit Dornen, sondern nur Wilder Wein.

In den blauen Tonnen fangen die ersten Dahlien an zu blühen. Auf dem Radweg, etwa ab dem Baumhaus von Joyas Film sind jede Menge Nacktschnecken. Bis jetzt beibt Niendorf noch verschont. Vielleicht weil Niendorf etwa dreißig Meter höher liegt als Ihlow?

Auch der Phlox vor dem Haus fängt heute an zu blühen.
03.07.2017  
Meine Tochter schickt mir neue Fotos vom Münchner Filmfest. Am Donnerstag will sie zur Vorführung ihres Film in Niendorf herkommen.
04.07.2017  
Es soll ja das große Werk von Bodo Kirchhof über die Liebe im Alter sein. Mit "Fay" bin ich fertig. Die letzten hundert Seiten (von 650) fand ich lieblos erzählt

Als ich aufs Rad gestiegen bin, schien die Sonne. Nach 10 Minuten kamen immer mehr Wolken. Ich lasse meine Wäsche trotzdem draußen hängen.

05.07.2017   Heute morgen zähle ich die Nilgansküken. Jetzt sind es nur noch zehn. Als ich vom Radfahren zurückkomme, erzählt mir meine Nachbarin, dass gestern ein Küken von einem Auto tot gefahren wurde.

Bei mir im Innenhof ist inzwischen ein Sauerampfer-Dschungel. Ich muss jeden Stengel einzeln abreisen. Und in drei Wochen ist alles wieder nachewachsen.

06.07.2017  
Aus den wunderbar duftenden weißen Blüten des Weißdorns sind inzwischen Beeren geworden, die dabei sind, rot zu werden.

Trump in Warschau. Eine Viertelstunde höre ich ihm zu.

Das Filmteam ist da.
07.07.2017  


Die Einfahrt zu meinem Hof enntwickelt sich von Jahr zu Jahr in Richtung Wiese. Joyas Filmteam holt alles Unkraut raus, damit unser Bürgermeister morgen beim Dorffest seine Freude daran hat.

Jetzt sind wie beim Grillen schon acht Personen. Neu dazu gekommen sind Anna mit Lisa Moell und ihrer Mutter.

Ein Teil des Publikums in der Scheune eines Nachbarn. Die Mutter von Lisa Moell hat das Publikum gezählt und mir gesagt, dass es 137 Leute waren. Morgen stelle ich einen Film ins Internet, der die Armosphäre in der Scheune besser wiedergibt als diese Bilder.
Eine der letzten Szenen des Films.

Joya bekommt von einer Nachbarin, so wie es sich bei einer Filmpremiere gehört, einen Strauß Blumen. Es war in jeder Hinsicht die ungewöhnlichste Filmvorführung, die ich erlebt habe und hat mich an die Filmvorführungen auf Ureparapara in der Südsee erinnert.

08.07.2017   In der Nacht bin ich durch ein Gewitter und srömenden Regen aufgewacht. Zum Einschlafen habe ich den Fernseher wieder eingeschaltet. Nirgendwo wegen des Regens ein Empfang. In meiner Verzweiflung fiel mir ein, dass ich mir die DVD von Joyas Film noch einmal anschauen könnte. Mit perfektem Ton und über Kopfhörer habe ich zum erstenmal die Geschichte und Erzählstruktur des Films verstanden und wundere mich nicht mehr darüber, dass er auf immer neuen Filmfestivals gezeigt wird.

Danach bin ich zum Körbaer See gefahren und habe nocheinmal über Joyas Film nachgedacht.
09.07.2017   Das Filmteam beim Dorffest gestern Abend.



10.07.2017   Um 6.30 Uhr fing der Himmel an, sich zu verfärben. Drei Stunden später ist er schwarz und es regnet und donnert immer wieder.

Heute in der "Märkischen Allgemeinen".

11.07.2017  
Gestern war hier noch ein abgemähtes Weizenfeld. Heute ist es schon geegt und zwei Misthaufen warten darauf, auf dem Feld zur Düngung verteilt zu werden.
12.07.2017  
Heute wird bei mir einmal wieder die Jauchegrube geleert. Mit Anhänger in den Hof gefahren, ist bisher noch kein Fahrer.

Diese Einladung für den August flattert mir gerade ins Haus. August 2018 ist für mich jenseits meiner Denkmöglichkeiten und notieren kann ich diesen Termin sowieso nicht, weil ich meinen Terminkalender für das Jahr 2018 erst im September bekommen werde.
13.07.2017  
Es weht ein unglaublich starker Wind. Das Radfahren selbst um 6 Uhr morgens war mühsam, aber jeder Windwiderstand macht mich stärker. Der Wetterbericht sagt 13 Stunden Sonne voraus.
14.07.2017  
Die mittlere Hortensie habe ich blühend gekauft, deshalb sind die ursprünglichen Blüten dabei zu verwelken. Die anderen beiden standen ohne Licht und Wasser in der Garage.

In diesem Jahr habe ich Glück mit meinen Hortensien.
15.07.2017  
Die Wildnis am Gartenteich.

Nach der Arbeit mit der reparierten Motorsense. Und mehreren Fahrten mit den Rasentraktor. Leicht ist mir das heute nicht gefallen. Aber da ich weiß, dass alles nicht Getane mich belastet, mache ich das.
16.07.2017  
Die erste Dahlie blüht rot…

…in einer blauen Tonne.
17.07.2017   Heute fahre ich ganz in Schwarz Fahrrad. Ich merke, ich bin immer noch ein Kind, weil mir etwas über die Leber gelaufen ist.

Ich habe geschrieben, ich sei immer noch ein Kind, weil ich gestern den Nachruf im Spiegel auf Peter Härtling gelesen hatte. Der hat für seinen Nachruf den Spiegel gebeten, dass darin stehen sollte "Er war das Beste, was wir sein können, ein Mann und ein Kind".
In Fontanes Roman "Der Stechlin" hatte mit diesem Satz der Pastor seine Grabrede auf den alten Stechlin beendet. Volker Weidermann hat ihm diesen Wunsch jetzt im Spiegel erfüllt.
18.07.2017  
Heute hat auch eine weiße Dahlie ihre Blüte aufgemacht. Ich habe bei Google und einer Bloglesrin gelernt, das es bis jetzt nicht gelungen ist, blaue Dahlien zu züchten. Obwohl es einen Film mit dem Titel "Blue Dahlia" gibt.
19.07.2017  
Nach fast drei Monaten bin ich wieder in Berlin. Auf dem Weg zum Thai-Restaurant in der Friesenstraße entdeckeich, dass die Fidicinstraße dort komplett abgesperrt ist.
20.07.2017   Die Wiederinbetriebnahme meiner Wohnung ist gar nicht so einfach, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich fange mit dem Schlfzimmer an, dann kommt das Wohnzimmer mit dem blauen Sofa und zuletzt die Küche.






Heute Abend hat mich Karlheinz Oplustil besucht. Ich hatte ihn zu einem Abendbrot eingeladen. Ich konnte ihm viel erzählen. Er hatte eine gute Flasche Rotwein mitgebracht. Ich hatte dafür ganz früh am Morgen Brot, Wurst und Käse eingekauft.

Abendbrot in der Küche.

Er meinte, wir sollten auch noch ein Foto mit uns beiden auf dem blauen Sofa im Wohnzimmer, wo wir schon viele Interviews zu meinen Filmen gemacht hatten, mit Selbstauslöser machen sollten. Das ist mit diesem Foto dokumentiert. Wir schreiben uns täglich emails, weil er meine Autobiographie jeden Tag liest. Jetzt hat er ein pdf-Dokument von allem bisher Geschriebenen bekommen. Ich habe das Gefühl, dass er sich schon jetzt Gedanken machen will, wie daraus ein gedrucktes Buch werden könnte.
21.07.2017  
Nicolai und Susi, eine Trauzeugin, die mit mir im selben Zug gefahren is,t am Bahnhof in Wabern.

Er zeigt mir den Edersee, der halb ausgetrocknet ist. Überall dort Touristen.

Das Brautpaar am Polterabend in der Kegelbahn des Hotels.

Alle beim Poltern. Jeder wirft Teller und Tassen gegen eine Mauer, damit die Ehe nicht so leicht zerbrechen kann.

Nach dem Poltern geht die Sonne unter.
22.07.2017  
Der Edersee von der Terrasse des Schlß Waldeck gesehen.

Zum erstemal darf Nicolai das Brautkleid sehen.





Eine Fahrt mit dem Schiff auf dem Edersee. Dort wird die Hochzeitstorte angeschnitten.
23.07.2017  


Die letzteHochzeitsaktion heute Morgen. Mit Helium gefüllte Luftballons mit Wünschen für das frischgebackene Ehepaar werden in die Luft gelassen.

Danach fährt Nicolai, Joya, Philipp, Susi und mich zum Bahnhof in Wabern. Da sich jeder auf jeden verlässt, fährt der Zug nicht an dem Gleis, auf dem wir stehen, sondern auf einem anderen Gleis ohne uns ab. Der nächste Zug kommt in einer dreiviertel Stunde. Und der ICE von Kassel nach Berlin ist schon lange weg.
Ich setze mich in die 1. Klasse des Zugs von Wabern. Joya sagt, da wirkst du seriöser. Die Schaffnerin kommt sehr schnnell zu mir, erfasst sofort beim Anschauen desTickets den Ernst der Lage, ich mache ein hilfloses Gesicht. Sie ist bereit, mein Ticket zu akzeptieren, stempelt es ab und erklärt mir ausführlich, dass ich erzählen soll, dass wegen einens Gleiswechsels in letzter Minute ich nur noch erleben konnte, wie sich vor mir die Türen schlossen und die Kollegin am Bahnreisecenter bitten soll, für den nächsten ICE die Zugbindung zu entfernen. Das klappte ohne irgendein Problem.

Jetzt bin ich wieder auf meinem Bauernhof. Auf der Autobahn ohne LKW-Verkehr war das angenehm. Aber die Straße von Duben nach Dahme auf der B102 war voller Tücken Am Mittwoch war die Straße noch frei. Heute war kurz vor Dahme ein Durchfahrt-Verboten-Schild. Ich fahre in das nächste kleine Dorf und frage, wie komme ich nach Dahme. Eine nette Dame kurbelt das Fenster ihres Wagens herunter und sagt, fahren Sie einfach hinter mir her. Ich fahre durch die Baustelle. So schön und unvorhersehbar kann das Leben sein.
Als Allererstes hier überweise ich mein Bußgeld für dieses Polizeifoto.

Damals wären es 120 Euro gewessen. Jetzt kostet es 150 Euro. Es gibt leider auch 1 Punkt in Flensburg dafür.

24.07.2017  
Auf dem Weg zum Briefkasten entdecke ich diesen Suppenpilz-Ring im Gras. Es waren die Lieblingspilze meines Papas.

Daraus mache ich eine Nudelsuppe mit Pilzen. Das hat meine Mutter auch immer gemacht.

Am Sonntag ist in Rom der Direktor der Viennale Hans Hurch an einem Herzinfarkt gestorben, meldet der Standard (LINK).
25.07.2017  
Ich fahre heute Morgen meine 12 Kilometerstrecke bei strömenden Regen und werde belohnt durch die Begegnung mit meinem Hasen. Am Anfang sah ich ihn in der Ferne um die Pfützen auf dem Feldweg herumtanzen. Dann setzte er sich auf den Radweg und ließ mich näher kommen. Als ich anhielt, um ein Foto zu machen, ist er in einem Feld verachwunden.
26.07.2017  
27.07.2017  
© hjd
Der ehemalige Richter aus Mainz, der mein Blog für ein Kunstwerk hält, schickt mir dieses Bild von der Viennale 2015, wo Hans Hurch Tippi Hedren als Stargast empfängt und bittet mich, es in mein Blog zu stellen

Radfahren um 7.30 Uhr.
Radfahren um 10 Uhr. Macht zusammen 30 Kilometer. Ich hatte das heute nötig.
28.07.2017  
Eine Sonnenblume in einem riesengroßen Rübenfeld bei den Windrädern.

In den letzten Regentagen habe ich in meinem Garten zahllose Nacktschnecken entdeckt. Die Dahlen in den blauen Tonnen beweisen, dass aus welchen Gründen auch immer, sie dort nacktschneckensicher sind. Immerhin das funktioniert in diesem Jahr, in dem ansonsten so gut wie nichts funktioniert.
Heute Nacht habe ich meinen Film "DAS SICHTBARE UND DAS UNSICHTBARE" auf meinem Riesenfernseher gesehen und war tief beeindruckt. Es ist ein Film voller Todessehnsucht. Die Kamera von Fred Kelemen ist unglaublich gut.
29.07.2017  
Morgen Nacht zeigt die ARD meinen letzten Film.

Die Beschilderung ist falsch. Die Straßensperrung beginnt erst, wie das nächste Foto zeigt, am Dorfende von Ilmersdorf.

Ich erforsche die Straßensperrungen um Dahme und Niendorf. In der Tankstelle erfahre ich, dass auch der reguläre Busverkehr eingestellt worden ist. Es fahren nur noch kleine "Rufbusse". Jetzt lebe ich wirklich am Ende der Welt.
30.07.2017  
Über Nacht ist diese Tigerblume aufgeblüht. Leider halten die Blüten nur einen Tag.

Gestern Nacht habe ic h auf einer DVD von Zweitausendeins "DU HAST GESAGT, DASS DU MICH LIEBST" nach Jahren auf meinem Großferrnseher wieder gesehen und davor das gefilmte Interview mit Hannelore Elsner und mir. Der Film hat durch das, was Hannelore Elsner vor allem zu ihren Umgang mit Drehbüchern sagte, sehr gewonnen. Es ist ein Jammer, dass wir miteinander nicht weiter Filme zusammen gemacht haben.
Heute Nacht schaue ich in der ARD "INS BLAUE" an.
31.07.2017  
Die Tigerblume von Gestern.
"INS BLAUE" hat mir gestern Nacht nicht gefallen. Vor allem die Kamera und die Musik haben mich irritiert.
Der Film hatte 100.000 Zuschauer. Das "Sichtbare und das Unsichtbare" hatte Donnerstag Nacht bundesweit 60.000 Zuschauer.


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