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18 Mai



01.05.2018  
Mein Gartenteich ist wieder voll mit frischem Wasser.

Meine Tochter Joya auf meinem Leseplatz in meinem Arbeitszimmer, während Philipp und ich mein im Februar gekauftes Samsung-Smartphone als Haupttelefon intallieren, denn die für mich wichtigste Eigenschaft ist ein auswechselbarer Akku. Ciao iPhone!
Heute verlassen mich beide wieder. Sie fahren mit Bus und Bahn zurück nach Berlin.

Ich fahre früh um halb sieben zu den Windrädern. Es ist kalt geworden.

Nach dem Frühstück verarzten wit gemeinsm den halb abgebrochenen Ast des Ginsters mit einem Baumbalsam, und umwickeln ihn mit einer Mullbinde…

…und danach behandeln wir das von einem Reh abgefressene Ahornbäumchen.

Vor ihrer Abfahrt verarztet Joya noch mich. In meinem rechten Daumen steckt ein Holzsplitter.

Danach bringen wir sie und Philipp zur Bishaltestelle.

Karlheinz kocht nach telefonischer Anweisung von Nicolai die tiefgefrorenen Steinpilze vom letzten Oktober. Sie schmecken uns beiden ganz ausgezeichnet.

Nach dem Mittagessen spritze ich überall da, wo Herr Müller heute morgen Grassamen verstreut hat. die Erde mit Wasser. Es soll on den nächsten Tagen hier nicht regnen. Dann befestige ich einen schon ziemlich hohen Ahornbaum an einem Pfahl und zeige das Karlheinz. Er findet, dass er sich am Rand des Zauns sehr gut macht. Zwei Sträucher, die dazwischen standen, habe ich abgeschnitten. Sie haben meine Erwartungen, als ich sie gepflanzt hatte, nicht erfüllt. Ich bin inzwischen radikal geworden.

Karlheinz bewundert meine blühenden Glyzinien, die so allmählich anfangen einen atemberaubenden Geruch im Innenhof zu verbreiten. Ich erzähle ihm die ganze lange Geschichte, wie es zu ihrer Pflanzung gekommen ist.
02.05.2018   In der Nacht haben Karlheinz und ich uns das Bayernspiel auf dem großen LED-Fernseher angeschaut. Ich war nach der Tagesschau eingeschlafen, und Karlheinz hat mich geweckt. Das erste Tor hat mich bis zum Schluss wach gemacht. Das Ende war leider unfassbar traurig.
Auch das Einkaufen mit Karlheinz macht mehr Spaß als alleine einzukaufen. Zuerst für meine Tochter Joya bei Rewe…

…dann Geranien im Blumengeschäft.

Karlheinz und ich bringen die Dahlienknollen in die Erde. Hier beschneide ich den hinter der blauen Tonne schon wieder hochgewachsen Holunder.

…und mit einer Baumsäge sägt Karlheinz die dicken Äste ab.

Nach dem Mittagessen (wieder Frühlingssalat, der heute noch besser schmeckt als der vom Freitag) fahren wir zusammen zu den Windrädern. Ich heute zum zweiten Mal.

Karrlheinz ist auf dem Rückweg bestimmt zwei Kilometer vor mir. Ich frage ihn, wieviel bist du jünger als ich. Er sagt, drei Jahre, aber mein Rad ist schneller als deins. Das ist nett von ihm.

03.05.2018  

Heute Nacht hat es geregnet in den Pfützen neben dem Radweg hat such Blütenstaub gesammelt.

Karlheinz nimmt mich mit dem Auto mit nach Berlin. Ich erledige in der Fidicinstraße alle geschäftlichen Dinge, die im letzten Monat angefallen sind. Er gießt meine Pflanzen. Ich mache für uns beide einen doppelten Espresso.

Danach essen wir zu Mittag im Thairestaurant…

…von da kaufe ich in der Markheinekehalle meinen gewohnten Tee und Karlheinz Olivenöl, mit dem man 200 Jahre alt wird.

Dann bringt mich Karlheinz mit meinem Gepäck zum Bahnhof Südkreuz. Wir kaufen die Fahrkarte für die Zugfahrt nach Jüterbog und die Busfahrt nach Dahme, Abzweig Niendorf am Automaten für 10 Euro. Am Bahnhof Jüterbog sitzt neben mir an der Bushaltestelle ein junges Mädchen mit einem Samsung Smartphone. Ich bitte sie mir zu erklären, wie man damit ein Selfie macht.

Sie träumt von einem iPhone 7, weil das noch eine Home-Taste hat.
Mit Bahn und Bus nach Niendorf zu fahren war für mich ein aufregendes Abenteuer. Viele meiner Gäste sind so zu mir gekommen. Ich habe es zum ersten Mal gemacht.

04.05.2018  
Gäste weg. Wäsche waschen.

Mein Mittagessen: das tiefrefrorene Gulasch von Serpils Besuch am 22. April und der Nudelrest vom Steinpilzessen mit Karlheinz am 1. Mai.

Im Mai zeigt ein Kino in St. Gallen "ROTE SONNE" (LINK).
Und auch das Goethe-Institut in Tokio kündigt mein Publikumsgespräch an. Jetzt muss ich nur noch hinfliegen.

05.05.2018   Um 6 Uhr habe ich angefangen, meine Buchhaltung für Moana und Thome zu machen. Um 9 Uhr war ich damit fertig. Seit Wochen habe ich mich vor dieser Arbeit gedrückt.

Natürlich musste das Ergebnis sofort aus dem Haus.

Vom Postamt bin ich dann ins nächste Geschäft gegangen und habe Spargel und gekochten Schinken gekauft. Danach habe ich nocheinmal zwei Stunden damit verbracht, Unterlagen aus Berlin für die Digitalisierung von 9 Filmen zusammenzustellen.

Mein Spargelessen. So gut wie der von Karlheinz gekochte hat mir der Spargel nicht geschmeckt. Ich denke Karlheinz ist ein Kochkünstler.

Am späteren Nachmittag entschließe ich mich dazu, ein Feuer zu machen. Seit Nicolais Besuch im Oktober liegt noch immer ein Berg von Ästen in meiner Scheune. Vielleicht ein Zehntel davon habe ich heute verbrannt.

Die Glyzinie im Innenhof hat alle ihre Blüten entfaltet. Davon habe ich geträumt, als ich den Bauernhof 1990 gekauft habe.

06.05.2018  
Beim Radfahren zu den Windrädern ein Storch.

Am späten Nachmittag setze ich alle Geranien, die ich noch zusammen mit Karlheinz gekauft habe, in Tongefäße und verbrauche dabei alle Erde, die ich schon vor Wochen gekauft habe. Ich glaube nicht, dass es nochmal einen Kälteeinbruch gibt, obwohl die Eisheiligen erst noch kommen.

07.05.2018  

Während auf der Zugspitze die Regierungsparteien über die Zukunft von Deutschland nachdenken, denke ich über meine Zukunft nach. Ziemlich lange. Zuerst fahre ich zu den Windrädern.

Der Storch, den ich gestern fotografiert habe, hat das Nest in Ihlow, das mir Karlheinz vor einem Jahr gezeigt hat, nicht bezogen. Auf dem Weg dahin höre ich weit entfernt einen Kuckuck. Im Wäldchen vor dem Ziel mit den Sitzbänken ruft ein zweiter Kuckuck.
Da ich weiter nachenken will, entschließe ich mich, mit dem roten Rad zum Körbaer See zu fahren, obwohl es nicht windstill ist. Im Wald angekommen, ruft wieder ein Kuckuck. Der war sehr nahe und daher laut. Also habe ich ihn gefilmt. Im Bild sieht man nur Bäume, aber der Kuckuck ist laut und deutlich zu hören.
Am See angekommen, höre ich, etwas entfernt, einen vierten Kuckuck.

Heute bin ich von der Natur bevorzugt. Ich erlebe einen totalen Kuckuckstag. Auf der Zugspitze gibt es bestimmt keine Kuckucke.

08.05.2018  

Mein Mittagessen: der Rest des Spargels als Spargelsalat.

Heute bekomme ich von Amazon einen neuen Toilettendeckel. Die Installation habe ich durch Nachdenken in 10 Minuten geschafft. Die Anleitung hat mich eher verwirrt. Ganz am Anfang hatte ich da einmal einen knallroten Toilettendeckel. Mit dem Älterwerden bin ich dezenter geworden.

Goldregen. Den hatte ich in den letzten Jahren in dem Gestrüpp, in dem er wuchs, übersehen.
09.05.2018   Beim Radfahren sind zwei Hasen vor mir übers Feld geflüchtet. Vermutlich eine Hasenfamilie. Danach lese ich weiter in James Salters "Lichtjahre", der mit auf Anhieb wieder gefällt. Zuerst drinnen, dann draußen im Innenhof.

Nachdem mir meine Briefträgerin die Post gebracht hat, fange ich an zu mähen. Zwei Stunden lang. Zum ersten Mal in diesem Jahr auch den Innenhof.







Ingesamt 7 Fahrten mit meinem Rasentraktor. Morgen werde ich aus den einzelnen Grashäufchen einen einzigen großen Haufen machen. Bis zu meiner Japanreise in 20 Tagen werde ich jetzt, was das Mähen angeht, Ruhe haben. Ein schönes Gefühl.
10.05.2018  
Gestern Abend nach der Tagesschau gab es bei mir oben einen gewaltigen Blitz, dann ein Donnerschlag und sofort fing es an, in Strömen zu regnen. Mein Instinkt war richtig, gestern zu mähen.
Beim Radfahren sehe ich, dass die Blüten der Fliedersträucher im Wäldchen vor den Windräter angefangen haben, bräunlich zu werden. Warum geht dieser Frühling so schnell wieder vorbei.



In meiner Kindheit war das eine Pusteblume, und wir haben uns mit den Samen angepustet.
Um die Mittagszeit sitze ich im Innenhof, lese weiter James Salters "Lichtjahre", dessen hin- und herwechselnder Erzählstil mich an Filme erinnert und auch an impressionistische Bilder. Aus dem Oleanderzimmer höre ich einen Live-Mitschnitt eines Konzerts von Eric Clapton in Buenos Aires. Der Glyzinienduft ist heute so stark wie noch nie. Aber schon lässt sie die ersten Blüten fallen. Alles passt zusammen. Ich komme mir vor wie in einem schönen Traum.

Es ist schwül, und die Temperatur erreicht heute den bisherigen Jahreshöchsstand: 27 Grad im Schatten.
11.05.2018   Das Wetter hat sich um 180 Grad gedreht statt blauer Himmel und Ostwind heute Wolken und Westwind. Die Temperarur ist um 10 Grad gefallen.

Beim Radfahren, die erste Klatschmohnblüte am Wegrand.

Wenn ich aus Japan zurück komme, könnten die ersten Kirschen reif sein.
12.05.2018  
In diesem Pflanzbehälter pflanze, der noch aus dem Eiderstedter Weg stammt (wo ich "SIEBEN FRAUEN" gedreht habe) pflanze ich jedes Jahr Eisbegonien. Sie scheinen nicht allzu viel Erde zu gebrauchen.

Und in diesem antiken Waschzuber gedeihen seit Jahren Begonien.
13.05.2018   Meine Freundin und Autobiographie-LeserinIsolde schickt mir heute dieses Zitat aus Ciceros Schrift "Über das Alter":
"Ich komme nun zu den Vergnügungen der Bauern, an denen ich mich in unglaublichem Maße erfreue; die scheinen mir durch das Alter in keiner Weise beeinträchtigt zu werden und sehr nah an das Leben eines Weisen heranzureichen".
Hoffentlich hat Cicero da recht.
14.05.2018  
Ich bin heute schon um 6 Uhr, kurz nach Sonnenaufgang. mit dem Fahrrad unterwegs. Die Klatschmohnblüten haben sich wie auf einen geheimen Befehl zur Sonne hingedreht.

Neues Lesefutter ist heute gekommen. Der Sprung von Richard Powers zu Salter ist allerdings krass.

Das Hinterrad meines 27 Gang-Fahrrad war heute Morgen platt. Ich habe es aufgepumpt und das Hinterrad in meinen Gartenteich gehalten und hatte gehofft, dass es am Ventil lag. Ich habe vergeblich gehofft. In der Nähe des Ventils stiegen Luftbläschen hoch.
Das Hinterrad hatte ich noch nie abmontiert. Ich habe all meinen Mut zusammengenommen und es nach einer halben Stunde geschafft. Morgen früh werde ich es zu meinem Lieblingsfahrradhändler in Dahme bringen. Wieder einmal ist ein neuer Schlauch fällig.
15.05.2018  
Heute um 8:§0 Uhr bin ich bei meinem Fahrradhändler. Er zieht einen neuen Mantel und Schlauch auf das Rad. Ich schildere ihm meine Bedenken, das Rad wieder selbst einzubauen. Er sagt, Sie schaffen das schon und wünscht mir Erfolg. Er hatte recht. Ich habe es geschafft. Es ging sogar schneller als der Ausbau.
16.05.2018  
Die Rapsblüte isr schon wieder vorbei…

…dafür sind die ersten Kornblumen über Nacht aufgetaucht.
Ich werde jeden Tag wegen meiner Reise nach Tokio nervöser. Heute habe ich schon mal einen Blick auf mein Hotelzimmer geworfen.

Vier Nächte darin werden für mich nicht leicht werden, denn ich bin es seit vielen Jahren gewohnt, beim Blick auf den laufenden Fernseher einzuschlafen.
17.05.2018  


Meine Magnolien blühen jetzt alle.

Und mein Gartenteich hat in diesem Jahr zum ersten Mal seit vielen Jahren keine Anzeichen von Grünalgen. Ein Wunder? Oder lag es daran, dass wir einen Rest des alten Teichwassers am 30. April drin gelassen haben.
Meine Tochter Joya schickt mir einen YouTube-Link zum französischen Trailer ihres Films "Königin von Niendorf", der in Frankreich "Reine d'un été" heißt.
Er startet am 29. August in Frankreich im Kino.
18.05.2018   Beim allmorgendlichen Radfahren tauchte plötzlich zehn Meter vor mir ein Reh auf, schaute mich einen Moment an und hat sich dann entschlossen in ein verblühtes Rapsfeld zu fliehen. Wenn meine Augen ein Fotoapparat wären, hätte das ein wunderschönes Foto abgegeben.

Die erste Rose in diesem Jahr blüht.

Die künftigen Walnüsse. Alle vier Walnussbäume werden in diesem Jahr Walnüsse tragen. Er wird die größte Walnussernte, seit ich auf dem Bauernhof lebe. Leider fehlt mir jemand der sie knackt.
19.05.2018  
Klatschmohn auf dem Weg zum Sitzplatz bei den Windrädern.

Meine Pfingstrose wird es nicht schaffen, bis morgen ihre Blüte zu öffnen. Für die Ameisen scheint die Blütenknospe eine Delikatesse zu sein.

Der Salbei, den ich im letzten Herbst stark beschnitten habe. hat sich schon wieder so ausgebreitet wie vorher. Und die Bienen erfreuen sich an seinen Blüten. Vom Biensterben spüre ich nichts.
20.05.2018  
Ich sitze zwei Stunden am Feuer im Innenhof und höre heute Jimi Hendix. Und viele Gedanken überfluten mich. Am meisten denke ich dabei an mein Blog, das irgendwie für mich wie ein neuer Film geworden ist.. Da noch immer viel Wind weht und ich eigentlich den neuen Spiegel weiterlesen wollte, merke ich, dass der Wind die Seiten umblättert. So könmte man ja auch einen Roman schreiben. Der Wind schreibt die Geschichte. Das Spiel mit dem Zufall hat auch Hong Sang-soo einmal gemacht. Dabei erinnere ich, dass ich, nachdem ich meinen ersten Roman geschrieben hatte, ein paar Jahre lang Gedichte geschrieben habe. Und dabei als Inspiration ein Buch aufgeschlagen habe und wahllos auf ein Wort mit dem Bleistifr getippt habe. Um dieses Wort herum habe ich dann ein Gedicht geschrieben.
Beim einfach so Dasitzen merke ich, dass ich meinen Alltag mit vielen Vorhaben inzwischen in einzelne Aktionen unterteilt habe. Wenn ich drei davon schaffe, bin ich je nach Schwierigkeitsgrad und Aufwand zufrieden. Heute habe ich viele Aufgaben hintereinander erledigt.

Am Nachmittag bringe ich die glühenden Kohlen zur von meiner früheren Frau konipierten Feuerstelle im Garten, denn dort ist seit dem letzten Jahr nur noch Gras gewachsen. Auch das war ein von mir geplantes Vorhaben, das ich jetzt aus meiner imaginären ToDo-Liste abhaken kann.
21.05.2018  
Hier hatte ich vor drei Jahren geplant, einen Blumengarten anzulegen. Jetzt ist da Wildnis pur. Meine bezinbetriebene Motorsense will einfach nicht starten. Ich plane deshalb eine mit Akku betriebene elektrische zu kaufen. Ich weiß nur noch nicht welche. Ob ich das noch vor meiner Reise nach Tokio schaffe, weiß ich noch nicht. Eine könnte ich im Baumarkt in Dahme kaufen, für die andere müsste ich nach Jüterbog fahren. Zu dem Geschäft, in dem ich die alte vor über 20 Jahren gekauft hatte.
Während ich nachdenkend im Hof sitze und mein aufgewärmtes Mittagessen esse, landet dieser Junikäfer auf meinem Arm.

Da muss ich an die Dreharbeiten von "PARADISO" denken, wo Hanns Zischler, Hannelore Elsner und ich kurz vor Sonnenuntergang von einem Schwarm von Junikäfern regelrecht überfallen wurden.
Gestern Nacht habe ich in einem dritten Programm eine Aufzeichnug des WM-Endspiels Deutschland gegen Holland von 1974 gesehen. Damals war alles anders als bei den Spielen heutzutage. Die Spieler beider Mannschaften spielten hohe Bälle. Der Torwart nahm einen langen Anlauf, um den Ball weit in das gegnerische Feld zu kicken. Aber am Auffäligsten für mich waren die langen Haare aller Spieler.

22.05.2018  
Ganz ftüh am Morgen, um 5.30 Uhr bin ich heute zum See gefahren. Ein schönes Gefühl von Einklang mit der Natur.
Ich habe heute Feuer im Blut, denn nach meinem Müsli-Frühstück fahre ich zum Baumarkt in Dahme und frage da nach Akku-Motorsensen. Das was ich suche, haben sie nicht. Ich gebe mir einen ganz großen Ruck und fahre nach Jüterbog. Die Ladenbesitzerin sagt mir, dass sie eine etwas kleinere Modell meiner Sense vor einer halben Stunde verkauft har. Ich überflute sie mit technischen Details aus dem Internet, was ihr gar nicht gefällt. Sie kennt sich auch nicht besonders gut aus. Wie auch immer, ich bestelle das Gerät und leiste 100 Euro Anzahlung, denn umsonst will ich die 50 Kilometer hin und zurück nicht gefahren sein.

Mein heute sehr gesundes Mittagessen: Kartoffeln mit Spinat und zwei Spiegeleiern.

Eine Akelei, eine der Lieblingsblumen von Hannelore Elsner, wächst noch immer in meinem verwilderten ehemaligen Steingarten.

Die Pfirsiche sind in diesem Jahr schon ziemlich groß. Ich muss mir etwas einfallen lassen, damit die herunterfallenden reifen Pfirsiche nicht von den bis jetzr noch nicht aufgetauchten Nacktschnecken gefressen werden.
Mein Sohn Nikolai hat mir gestern geschrieben, dass er die alte Motorsense unbedingt haben möchte. Ich habe zurück geschrieben, wann kommst du, um sie abzuholen. Er schreibt zurück, am 12. Juli. Das hat mich schon gestern Abend rundum glücklich gemacht. Wahrscheinlich werde ich dabei dann auch endlich seine Tochter Clara sehen und in den Arm nehmen können.
23.05.2018   Ich bin wie das Wetter. Nach dem gestrigen Hoch ist meine Seele heute wieder runtergefallen. Am Himmel sind ein paar Wolken und auch der Wind ist wieder stärker geworden. Die Autobiographie von James Salter "Verbrannte Tage" trägt dazu bei. Ich überlege, ob es für mich Sinn macht, meine eigene weiterzuschreiben.



Es gibt unendlich viel Kirschen in diesem Jahr. Aber sie bleiben klein.

24.05.2018   Nach dem Radfahren bügele ich heute Hemden für meine Reise nach Tokio. Im Wind bügeln ist nicht einfach, denn die Windböen machen die Arbeit ziemlich beschwerlich. Aber der Widerstand der Natur bringt mich dazu, nacheinander zehn Hemden zu bügeln.



Ich würde gerne den ganzen Tag im Garten verbringen und ihn noch einmal so richtig ordentlich machen. Aber erstens habe ich noch nicht die neue Motorsense und zweitens stört mich der Wind.

Im Innenhof lese ich das Buch von Salters heute zuende und bin froh, dass es vorbei ist. Ich höre dabei Musik von Led Zeppelin.

Dieses Buch, das mir meine Freundin Isolde empfohlen hat, ist heute mit der Post gekommen.
25.05.2018  
Heute Morgen hat auch der erste Oleanderstrauch seine erste Blüten aufgemacht.
Bei 27 Grad Außentemperatur bin ich heure zum ersten Mal nackt im Gartenteich von einem Ende zum anderen Ende geschwommen. Es ist ein unbeschreibliches, göttliches Gefühl. Da das Wetter bleibt, werde ich das auch morgen machen. Am Sonntag fahre ich nach Berlin.
26.05.2018   Ein Reh bricht einen Meter vor mir aus einem Rapsfeld und springt über den Radweg. Ich bin ganz schön erschrocken. Ein Zusammenstoß hätte für uns beide böse ausgehen können.

Gerade noch rechtzeitig für meine Abreise hat die Pfingstrose ihre Blüte geöffner. Das ist nett von ihr.
27.05.2018   Beim Radfahren begegne ich heute Morgen zuerst einem Hasen und dann einem Fuchs.

In Berlin erwartet mich diese Karte meiner Kölner Autobiographie-Leserin.

In Berlin treffe ich am Nachmittag Karlheinz Oplustil zum Mittagessen im Thai-Restaurant.
28.05.2018  


.Auf dem Weg zu meiner Zahnärztin tausche ich am Bahnhof Zoo 300 Euro in sieben 10.000Yen - Scheine um.
Meine Zahnärztin hat leider keine schönen Nachrichten für micb: die über zwanzig Jahre alten Kronen auf dreinebeneinander liegenden Backenzähne müssen erneuert werden. Das ist eine längere Prozedur, der ich mich erst nach der Fußball-WM unterziehen will. Mein Außenthermometer zeigt inzwischen 33 Grad an und ich denke an meine armen Pflanzen auf dem Bauernhof.

29.05.2018  
Gestern Abend fühlte ich mich leicht krank. Der Zahnarztbesuch hat mir ganz schön zugesetzt. Ich habe sofort zwei Calcium Frubiase genommen. Beim Öffnen dieses Fensters zum Hof ist mir dann auch noch dieser Stein auf den Fuß gefallen. Alles aus Nervosität?
Ab 9 Uhr bin ich im Postproduktionsstudio und nehme die Digitalisierung von"PARADISO" ab. Ich bin beeindruckt von der Geschichte und von den Schauspielern.

Meine Kinder Joya und Nicolai bringen Hanns Zischler zu seinem 60. Geburtstag ein Ständchen.

Guntram Brattia, der seinen Vater 30 Jahre nicht gesehen hat, hält vor den Geburstagsgästen eineVersöhnungsrede.

Danach fahre ich zur neuen Wohnung von Joya und Philipp. Sie kochen für mich.

Unser Essen: grüner Spargel und Lachs.

Philipp gibt mir einen Computerkurs für mein MacBooAir und zeigt mir auch alles Mögliche für mein Samsung Smartphone.

Anschließend machen wir eine kleine Sightseeing-Tour durch das alte Rixdorf.

Mein Flug nach Tokio, den ich erst morgen antrete, ist heute schon los geflogen, denn diese Maschine fliegt jeden Tag.
30.05.2018  

Ich versuche herauszufinden, von welchem Gate mein Flug nach Frankfurt abfliegt. Dabei stelle ich fest, dass mein Flug geändert wurde. Ich muss schon eine Stunde früher abfliegen, wie mir die Lufthansa bei einem Telefonat mitteilt. Das kann ja heiter werden.
Davor hatte ich einen intensiven Traum. Ich war in Wallau in dem Haus, in dem ich geboren bin. Da fährt ein roter Minibus mit einem Gepäckanhänger vorbei. Ich denke, der fährt genau wie ich zu einem Zug nach Paris, und ich fahre hinter ihm her. Da steht am Wallauer Bahnhof ein roter Zug nach Paris. Ich denke daran, dass ich kein Ticket habe und tröste mich dmit, dass ich ds Ticket schließlich auch im Zug kaufen kann.

Jetzt um 16.50 Uhr sitze ich endlich in der Lufthansa Business Class Lounge in Frankfurt. Ich esse zwei warme Würstchen und der Wein hat in meiner Erinnerung früher besser geschmeckt. Habe gerade mit zwei japanischen Frauen gesprochen. Ihr Englisch ist sehr bruchstückhaft. In einer halben Stunde beginnt das Boarding für meinen Flug.
Gerade bekomme ich eine email der Lufthansa, dass sich hier mein Abfluggate geändert hat. Da sie also offensichtlich meine emailadresse haben, hätten sie mich eigentlich auch schon gestern informieren können.

31.05.2018  


Eine Nacht im Flugzeug. Hier geht gerade die Sonne auf - oder unter.

Ich bin jetzt in meinem Hotel und wohneim7. Stock. Zimmernummer 757. Auf Wunsch meiner Tochter der Blick aus dem Fenster.

Vom Badezimmer aus kann ich das Zimmer sehen, wenn ich die Rollos hochziehe.
Um 18 Uhr holt mich Franziska Kekulé im Hotel ab. Wir gehen in ein Lokal um die Ecke, um Sushi zu essen und dabei Sake zu trinken. Beim ersten Treffen im Hotel, habe ich ganz stark das Gefühl, dass jetzt ihre Mutter vor mir steht. Auch ihre Sprache und ihr Lachen erinnern mich an ihre Mutter.

Beim Sushiessen essen erzähle ich Franziska mein halbes Leben. Wir sprechen auch über Haruki Murakami.

Danach gehen wir noch zu einem Tempel, der mitteninder Stadt auf einem Berg steht.

   

   

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